Rag’N’Bone Man – As You Are (Live) –

What a day

Die Vorfreude dauerte lang und war groß. Das erste Passenger-Konzert in neuer Besetzung. Nicht mehr die Lieblingskollegin sondern den Lieblingsmenschen an meiner Seite. Es war anders. Und zwischendrinnen bei „Anywhere“ habe ich schon ein wenig drüber getrauert, dass unsere Zeiten vorbei sind und nicht mehr wiederkommen. Die gemeinsamen emotionalen Konzerterlebnisse der letzten Jahre haben schon Spuren hinterlassen. Und dann bei „Someone to love“ das Glücksgefühl, nun meinen Lieblingsmenschen an meiner Seite zu haben, hat noch mehr berührt. Passenger bringt mich so oder so zum Weinen. So werden Erinnerungen überschrieben und neu verankert.

Am bislang heißesten Tag des Jahres (35°) sind wir mit Eile um 15:30 losgedüst, mussten am Anfang Umwege fahren, wegen einer Sperrung, dann eine Umleitung und der Lkw mit geladenem Traktor vor uns war dann die Krönung *mitdenAugenroll* und kamen dann aber ohne weiteren Stau und kurz nach 5 in Bonn an. Am Imbiss vor dem Gelände gab es erst mal ein Stärkung und ich traute meinen Augen nicht: Spazierten Joseph und Maia an uns vorbei! Die zwei werden bei mir die nächsten Wohnzimmerkonzertgäste sein. Die Wiedersehensfreude war groß. Im September sind sie in Frankfurt/Stuttgart unterwegs. Vielleicht passt das ja. Wobei der September mit Kerb und Geburtstagen schon reichlich belegt ist.

 

Pünktlich kam dann Stu um 18:15 Uhr auf die Bühne und brachte einige neue Songs von der CD, die in 4 Wochen veröffentlicht wird. 45 Minuten sind effektiv zu wenig Zeit für seinen Auftritt. Der neue Chicago-Song wurde auf dem Heimweg bei SWR3 im Radio gespielt. Vorstellung von Künstler und neuer CD inklusive. What a surprise! Das habe ich Stu gleich in FB gepostet!

 

Es war klar, dass ich ihn nach dem Auftritt sprechen musste ;-), ein sehr gutes Gefühl, festzustellen, dass er sich an mich erinnert. Sehr nett und persönlich wie immer. Ich habe meine Einladung zum Hauskonzert und/oder Übernachtungsplatz wiederholt und hoffe, dass meine Mail nicht wieder „nur“ im Archiv seiner Managerin verschwindet. Im Oktober (nicht im September) ist der dann auf Clubtour – am 10.10. in Frankfurt und am 11.10. in Köln. Klar bin ich da auch wieder dabei.

 

Den Auftritt von Kensington haben wir entspannt in der Biergartenarea des Kunstrasen-Geländes gehört. Die Musik lief sozusagen nur im Hintergrund. Das habe ich nun auch noch nicht erlebt auf nem Konzert. Passte aber wunderbar zum entspannten Tag.

 

In der Pause ging es dann wieder nach vorne. Passenger war berührend und mitreißend wie immer. No surprise. 😉 Toll wie er es schafft, die Fans mitzureißen. Und seine Geschichten zu den Songs sind nicht neu, aber ich werde nicht müde, sie immer wieder zu hören. Er erzählt sie auch nicht immer gleich, sondern angepasst an aktuelle Situationen oder seine eigene momentane Stimmung dazu.

Offline

Von Mittwoch bis Sonntag Mittag. Zeit Natur zu genießen und Freunde und Sonne und Regen…

Von einfachem Zelten hat das nichts mehr. Mannschafts- und Küchenzelt, Kühlschrank, Getränkewagen, Wohnwagen, Chalets und ein Orgateam, das seit Jahren eingespielt ist. Der Zeltplatz selbst war neu und wird unser neuer Stammzeltplatz. Mit viel Liebe zum Detail ausgestattet und von einer total netten Mannschaft bewirtschaftet. 

Zwölf Kinder und an die 30 Erwachsene umfasste unsere Zeltgruppe. Für mich eine absolute Herausforderung, in dieser Gruppe so lange Zeit zu verbringen. Wie so oft brauchte ich auch hier wieder mehr als eine Auszeit. Das wird sich sicher nicht mehr ändern, egal wie „integriert“ ich sein werde.

Ich bringe mich zuwenig ein. Bin eher passiv als aktiv. Wo andere in einer Gruppe aufgehen und sich wohlfühlen, fühle ich mich eher verloren und allein. Deshalb bin ich immer froh, eine Aufgabe zu haben. Spüldienst oder Spieldienst ist dabei dann irgendwie egal. War ich früher anders? Nicht wirklich. Vielleicht habe ich das früher besser versteckt oder überspielt. 

Wie auch immer, wenn es mir nicht gefallen würde, wäre ich gar nicht erst mitgekommen. Manchmal fühlt es sich an wie lernen, üben. In den vergangenen Jahren habe ich nicht viele Dinge gemacht, die mir nicht  liegen, sondern habe es vermieden, mich in solche Situationen zu begeben. Damit habe ich natürlich auch Chancen vertan, mit solchen Situationen umzugehen zu können. 

Passenger | Travelling Alone (Live – Ziggo Dome, Amsterdam)“

Und am Donnerstag in Bonn …. Das wird ein heißer Tag mit Gänsehaut-Garantie!

Brandneu: Stu Larsen – Chicago Song