The Times they are a changin

Morgen schon Freitag. Eine lange Woche voller Unruhe im Büro. Im Moment scheint alles in Bewegung zu sein: Arbeitsumfeld, Kunden, Kollegen, die ganze Branche, gut sagen wir doch gleich: die ganze Welt ist in Bewegung.

Wieder  mal das Glück in einer Unit (in der)  zu arbeiten, bei der es in den letzten Jahren stetig bergbauf ging. Und das bei konstantem Personaleinsatz.  Wechselgedanken sind fast schon wieder in der Tonne, nachdem die neue Struktur klar ist.  Damit lege ich mich dann für den Rest meines Arbeitslebens fest, so scheint es. Die interessante Vertretung, die ich seit Oktober mache, scheint vom Tisch zu sein als neues oder zusätzliches Arbeitsgebiet. Schade, irgendwie. Das war ist abwechslungsreich und tricky.

Nun ja, es gibt ja noch den Rest des Lebens, das nach 16 Uhr stattfindet, nicht wahr? Und Wochenenden, an denen gefeiert, musiziert und oraganisiert werden kann. Fangen wir also an:

flyer_21-5-2017Also, wir haben ja schon angefangen und das erste Akustik-Event steht schon – im Mai. Dass unser Verein das organisatorisch hinkriegt, daran gibt es keinen Zweifel. Wir sind erprobt im Veranstaltungen managen. Interessant wird sein, wie ich das hinkriege, so mitten drin und eingebunden … eine Herausforderung für mich als Fluchttier. Wie auch immer: Ich freue mich drauf.

Und sobald ich daran denke, wird mir leichter und ich merke, wie mir ein Lächeln ins Gesicht kommt, das die Schwere der letzten Zeit mildert.

 

 

Tagesstart

Leerer Flur

Stille

Kaffee

Blick auf die nächste Woche

Blick auf die Arbeit

Blick auf eine Schönheit

Brillenwechel für den Durchblick

Morgenschreibtisch
So fängt der Freitag an.

Unruhige Zeiten

Der halbe November ist schon rum. Keine Chance dieses Jahr für den November-Blues. 

Im Moment ist alles neu, alles aufregend. Mein stabiles System, in dem ich seit 8 Jahren lebe, ist in Schwingung geraten.

Beruflich tun sich neue Möglichkeiten auf, die wiederum bald wieder keine mehr sein könnten. 

Heute wurden unsere Sozialdaten abgefragt. Und jeder stellt sich die Frage, ob diese Eckdaten gut oder schlecht sind für Weiterbeschäftigung/Kündigung. Zählt die Arbeitskraft, der Einsatz, die gute Kundenbindung oder spielt das überhaupt keine Rolle?

Frei schwebend im 7. Stock. Nichts zum Festhalten. Und das mit dem Wissen, dass Zahlen der Vergangenheit nicht mehr für die Zukunft gelten, weil im Moment alles im Wandel ist. 

Dazu noch die privaten Weichenstellungen, die im September noch nicht greifbar waren … die mich im Oktober überrollten und die mich und mein Leben so nachhaltig verändern können, dass auch da alles möglich scheint.

Erstaunlichweise macht mir weder das eine noch das andere Angst oder läßt mich zweifeln. 

Alles ist gut so wie es ist. Es wird sich fügen und einpendeln.

Jahresendzeithetze

Irgendwie fühle ich mich gehetzt von den letzten Tagen des Jahres. Das ist oft so, diesmal noch mehr. Steuerklärung, die zwar fertig ist, aber aufs abgeben warten ….  so spät wie möglich, die nächste, die ich fertigmachen muss, so früh wie möglich.

Jedes Wochenende verlockende Veranstaltungen und jedes Wochenende das Winter-Wetter-Ding über allem.

Ich höre kaum Radio, sehe kaum fern. Die Welt geht mir an die Nerven. Die Menschenmassen auch und mein Konsumverhalten. Ich kaufe dieses Jahr nichts mehr außer Lebensmitteln! Verordne mir meine Fastenzeit für Konsumgüter für den Dezember.  Aussteigen aus dem Karussell.

Nächste Woche schon wieder Kundentermin – Workshop diesmal, einen, den ich moderiere – uaahhhhhh – habe grade mal an zwei solcher Veranstaltungen teilgenommen und soll nun schon selber einen halten.  Mrs. G hält sich raus. Ganz was Neues. Also macht das das neue Dreamteam.  Ziel: Prozessoptimierung. Das Lieblingswort des Kunden. Kann er haben. Wir arbeiten nicht nur dran – seit Jahren – nein, wir können es auch aussprechen, schreiben und einen Workshop drüber halten.

Was, wenn ich es vergeige, was, wenn ich wieder zu Hochform auflaufe, ’ne dicke Lippe riskiere und Rampensau bin (bin ich das wirklich, wirklich ich?), staune selbst drüber. Wie schaffe ich es, mich nicht um Kopf und Kragen zu reden?

Schweigen vielleicht? Oder ein Pause vorm Antworten und weitersprechen. Nachdenken, vorm voreiligen Reagieren, Agieren … I hate it.  Mir hat das niemand beigebracht, habe es nicht gelernt, das gehörte nie zu meinen Aufgaben im Job. Kann keine Floskeln, keinen Smaltalk, keine Unverbindlichkeiten … kann nur meinen Job, den ich nach besten Wissen und Gewissen erledige.

Alt werden hat auch positive Seiten: Ich werde etwas gelassener, auch wenn sich das gerade nicht so anhört. Vor 15 Jahren hätte ich so eine Aufgabe schon im Vorfeld abgelehnt, weil ich sie mir nicht zugetraut hätte. Heute ist es Teil des Jobs – ohne das werde ich nicht durchkommen im neuen Umfeld. Kneifen gilt nicht.  Und wenn ich den Job nicht wechsle, muss ich da durch.

Was uns nicht umbringt, macht uns härter.

Lach- und Sachgeschichten aus der MaiLing-Abteilung

In der Hauptsache versenden wir Einladungen zu Veranstaltungen. Manchmal gibt es auch Ausnahmen …..

Der Lettershop-Mitarbeiter ruft an wegen eines Jobs, der heute versendet wird. Er fragt, ob die Briefe wirklich per Infopost (Postlaufzeit 3-5 Arbeitstage) raus sollen, oder nicht nicht besser als Standardpost (Laufzeit 1 Tag) versendet werden sollten: Die Veranstaltung (24.12.) ist doch schon so nah, da hätten die Leute kaum noch Zeit zu reagieren …..

Ach ich mag das, wenn jemand so in seinem Job aufgeht.