4:25, Terrassenmorgen

Still ist die Welt um mich herum.

17 Grad, Sommer, es fängt an zu nieseln.

Die ersten Vögel fangen an zu singen, der Wald erwacht.

Erste Autos auf der Umgehungsstrasse, stören die Stille.

Rag’N’Bone Man – As You Are (Live) –

Ying und Yang. Nun ist’s soweit – oder: Tütensuppe.

Fast. Am Donnerstag wird es sich final entscheiden, ob die Mieter zum 15. August ausziehen oder nicht. Damit kommen die Veränderungen schneller als gedacht. Und viel zu früh für den Zeitplan. Heute haben wir mal alle möglichen Variationen der möglichen Wohnsituationen durchgespielt, gebrainstormt, in die Tüte gesprochen was wie werden könnte. Runde 1 nenne ich das mal. Runde 2 kommt dann mit Lena und mir. Runde 3 könnte dann ein Dreiergespräch werden. Wer weiss schon, wieviele Runden noch kommen, bevor die erste Tapete fällt bzw. der erste Hammerschlag getan wird.

Das einzige was im Moment klar ist, ist dass erst mal wohl keine meiner jetzigen Vorstellungen realisiert werden wird

  • Er in der 1. Etage, ich unten
  • Wir beide in der ersten Etage
  • Wegziehen und beide Etagen vermieten (Fluchttier, das ich nunmal bin)

Aber erst geht es eh mal ans Entkernen, Sanieren. Dazu brauchte es eine Kostenauflistung der Basisarbeiten, um eine vermietbare Wohnung aus der verwohnten und runtergewirtschafteten Bude zu machen.

Gute drei Monate Mietausfall sind mindestens aufzufangen zu den Sanierungskosten. Soweit der Rahmen dazu.

Zum gefühlten Status; erst mal durchatmen. Und dann mich freuen: das Haus kann wieder echte Heimat werden, wenn die gefühlt störenden Menschen nicht mehr da sind, 3 Autos weniger, eine leer geräumte Garage, der Hausgang kann entrümpelt werden, und dieser schreckliche Nikotin-Geruch und die Nikotin-Beläge überall gehören bald der Vergangenheit an. Es wird endlich eine echte Nachtruhe einkehren, wenn nicht mehr über mir bis in die Puppen an den PCs (mit bis zu drei Leuten in drei Zimmern) gespielt wird oder das Fernsehen die Nacht durchläuft.

Diese so ganz anderen Arbeits- und Lebensabläufe haben mich schon lange irritiert, auch die Einstellung zu Arbeiten, diese Selbstsucht und Rücksichtslosigkeiten und dieses immer-den-eigenen-Vorteil sehen. Und vor allem die abwertende Einstellung Frauen gegenüber und das respektlose Umgehen miteinander, dieses ständige Besserwisserische und diese Großmäuligkeit.

Will ich die Wohnung überhaupt wieder vermieten? Meinen Platz, mein Zuhause mit Fremden teilen?

Nein. Wenn, dann möchte ich Freunde, Gleichgesinnte um mich haben, wieder eine echte Hausgemeinschaft haben, das ist das Ziel.

Wenn ich träumen dürfte, wäre mein Haus UNSER Haus mit viel Platz. Atelier- und Musikzimmer für mich, Wetterbeobachtungsterrasse für ihn, Arbeitszimmer für uns. Es gäbe Tochterzimmer, Gästezimmer, Spielzimmer, Sauna und Whirlpool in der einen, großzügigem Duschbad in der anderen Etage.

Das Dachgeschoss hätte eine Logia oder/und einen Treppenzugang zum Garten und mein Miniteich würde zum Schwimmteich werden (hihihihi).

Ich lade Dich ein, aus dem Haus UNSER Haus zu machen. Bring dich ein, ermuntert mich, halt mich zurück von unvernünftign Dingen, bestärke mich bei mir erstmal unmöglich erscheinenden Zwängen, lass uns gemeinsam unsere Zukunft gestalten.

Wenn wir vom gefühlten zusammen gestalten zum gelebten zusammen gestalten und zusammenwachsen kommen, werden sich (hoffentlich) deine finanziellen Bedenken (wie das zu schaffen ist) genauso auflösen wie meine Bedenken, ob Liebe ausreicht für einen gemeinsam gelebten Alltag. Ying und Yang. Ratio und Emotion. Du und Ich.

Vielleicht wird es aber auch ganz anders, weil Deine Vorstellungen andere sind als die meinen? Wie sieht Dein Traum aus?

Gedanken freien Lauf lassen, ohne Beschränkungen von finanziellen Möglichkeiten, Sachzwängen  und Machbarkeiten.
Groß denken, um größtmögliche Chance zu haben, einen Teil der großen Gedanken umzusetzen. Ich bin der Überzeugung, dass sich die Realität in die richtige Richtung entwickelt, weil ich die positiven Gedanken in diese Richtung schicke. Mich nicht festhalten an dem Negativen, Nichtmachbaren, denn das ist ja in meiner Vorstellung nichtmachbar, weil ich von Anfang an überzeugt bin, dass das nicht geht.
Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern. Zitat Konfuzius

Tagesstart

What a day

Die Vorfreude dauerte lang und war groß. Das erste Passenger-Konzert in neuer Besetzung. Nicht mehr die Lieblingskollegin sondern den Lieblingsmenschen an meiner Seite. Es war anders. Und zwischendrinnen bei „Anywhere“ habe ich schon ein wenig drüber getrauert, dass unsere Zeiten vorbei sind und nicht mehr wiederkommen. Die gemeinsamen emotionalen Konzerterlebnisse der letzten Jahre haben schon Spuren hinterlassen. Und dann bei „Someone to love“ das Glücksgefühl, nun meinen Lieblingsmenschen an meiner Seite zu haben, hat noch mehr berührt. Passenger bringt mich so oder so zum Weinen. So werden Erinnerungen überschrieben und neu verankert.

Am bislang heißesten Tag des Jahres (35°) sind wir mit Eile um 15:30 losgedüst, mussten am Anfang Umwege fahren, wegen einer Sperrung, dann eine Umleitung und der Lkw mit geladenem Traktor vor uns war dann die Krönung *mitdenAugenroll* und kamen dann aber ohne weiteren Stau und kurz nach 5 in Bonn an. Am Imbiss vor dem Gelände gab es erst mal ein Stärkung und ich traute meinen Augen nicht: Spazierten Joseph und Maia an uns vorbei! Die zwei werden bei mir die nächsten Wohnzimmerkonzertgäste sein. Die Wiedersehensfreude war groß. Im September sind sie in Frankfurt/Stuttgart unterwegs. Vielleicht passt das ja. Wobei der September mit Kerb und Geburtstagen schon reichlich belegt ist.

 

Pünktlich kam dann Stu um 18:15 Uhr auf die Bühne und brachte einige neue Songs von der CD, die in 4 Wochen veröffentlicht wird. 45 Minuten sind effektiv zu wenig Zeit für seinen Auftritt. Der neue Chicago-Song wurde auf dem Heimweg bei SWR3 im Radio gespielt. Vorstellung von Künstler und neuer CD inklusive. What a surprise! Das habe ich Stu gleich in FB gepostet!

 

Es war klar, dass ich ihn nach dem Auftritt sprechen musste ;-), ein sehr gutes Gefühl, festzustellen, dass er sich an mich erinnert. Sehr nett und persönlich wie immer. Ich habe meine Einladung zum Hauskonzert und/oder Übernachtungsplatz wiederholt und hoffe, dass meine Mail nicht wieder „nur“ im Archiv seiner Managerin verschwindet. Im Oktober (nicht im September) ist der dann auf Clubtour – am 10.10. in Frankfurt und am 11.10. in Köln. Klar bin ich da auch wieder dabei.

 

Den Auftritt von Kensington haben wir entspannt in der Biergartenarea des Kunstrasen-Geländes gehört. Die Musik lief sozusagen nur im Hintergrund. Das habe ich nun auch noch nicht erlebt auf nem Konzert. Passte aber wunderbar zum entspannten Tag.

 

In der Pause ging es dann wieder nach vorne. Passenger war berührend und mitreißend wie immer. No surprise. 😉 Toll wie er es schafft, die Fans mitzureißen. Und seine Geschichten zu den Songs sind nicht neu, aber ich werde nicht müde, sie immer wieder zu hören. Er erzählt sie auch nicht immer gleich, sondern angepasst an aktuelle Situationen oder seine eigene momentane Stimmung dazu.