Svavar Knutur intensiv

Gestern Abend hatte ich Zeit und Muße endlich Mal intensiv Svavar Knutur zu hören. Bislang habe ich immer nur einzelne Stücke oder YT-Videos nebenbeinlaufen lassen.

Svavar hat wunderbare Texte. Sie reichen von derb über romantisch bis poetisch. Isländisch ist eine schöne, melodische Sprache und wenn man sich reinhört, kann man das eine oder andere Wort erahnen:

Ég beið eftir þér, 
ég beið langa stund eftir þér. 
Og sól kom upp yfir snjóinn. 

Ich wartete auf dich,
ich wartete lange Zeit auf dich,
und die Sonne kam über den Schnee herauf.
 
Und nun bin ich Lava,
ich bin moosbewachsene Lava.
Aber tief unter dem Berg schlägt das Herz,
schlägt noch immer das Trollherz.

Auf seiner Seite finden sich zu den isländischen auch immer die englischen und deutschen Texte. Ich freue mich sehr auf den 21. Bis auf ein paar wenige Fans kenne die meisten Svavar erst seit meiner Ankündigung. Ich werde noch mal eine Fanmail rundgehenlassen, damit vielleicht der eine oder andere sich noch ein bisschen mit ihm vertraut machen kann. Nicht jeder beschäftigt sich so intensiv mit dem Künstler, zu dessen Konzert er geht. Ich schon, meistens. Ich mag es, mitsingen zu können, die Lieder, die Inhalte zu kennen und so einen intensiven Zugang dazu zu haben.

Singer/Songwriter stehen sozusagen nackt auf der Bühne, präsentieren ihr Innerste, ihre Seele und ihre Sicht der Welt. Vor allem, wenn sie noch nicht die großen Bühnen füllen und jeder Zuhörer Aug und Aug, Ohr an Stimme ist. 

Mit viel Glück, Talent, Fleiss und harter Reisearbeit ist es irgendwann vielleicht soweit, dass der Künstler keine Wohnzimmer- und Gartenkonzert mehr machen kann, weil zu viele ihn kennen und hören wollen. 

Immer wieder eine Frage, die ich stellen möchte, später, nach dem Ruhm: wie der Künstler den Unterschied empfunden hat von klein zu groß, von unerkannt zu sich nicht mehr unbeschwert frei bewegen können. (Wobei das eher nur wenigen passiert). Bzw. Von Minikonzerte mit 20 Zuhörern zu großen Sälen mit 1000 und mehr Menschen. Oder wie es sich anfühlt immer auf kleinen Bühnen zu sein und dann als Supportact eines Passengers z.B. vor Tausenden zu spielen. Tausende, die Dich nicht kennen… statt 100, die jeden Song mitsingen – was bei Svavar allerdings Übung und Auswendig lernen heißt 😉

Ein entdeckter Song: „Slow Dance“, wobei es da um mehr als nur langsam Tanzen geht 😉

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