MPK, Aschaffenburg, 11.8.2016

Schon um 16 Uhr zu Büroschluss, hab ich mich mit einer Freundin getroffenm, damit wir nicht zu sehr im Stau stehen auf dem Weg nach Aschaffenburg. Bereits im Vorfeld hatte ich das Gefühl, dass sie eigentlich gar so keine große Lust hatte: Aschaffenburg? Stehkonzert? 16 Uhr schon? Naja.
Angekommen in Aschaffenburg, haben wir erst mal die Lage sondiert – schon eine irre lange Schlange! Die Fans, allesamt weiblich, sahen aus als würden sie schon seit dem frühen Morgen dort kampieren. So unrecht hatte ich nicht, wie ich im mainfeulleton-Blog nachlesen konnte. Eine Straßenband machte dazu noch Musik, da hätte ich mich gut anstellen können, aber bitte erst noch was essen und trinken. Seufz.
Eine Dreiviertelstunde später war die Schlange entsprechend länger. So standen wir dann bis 19:45 Uhr,  bis wir endlich drinnen waren. Boah. Voll. Ausverkauft. Vor uns ein Kerl, hinter uns ein Kerl. Jeweils mit Freundin, jeweils mitgenommen, aber der MPK-Musik zumindest aufgeschlossen gegenüber. Ungläubig der eine, der einen solchen Auflauf bei den mindestens 20 Konzerten, die er schon dort gesehen hat, noch nicht erlebt hat. Der andere besorgt, ob das Bier reicht. Kerle halt. Der Colos-Saal ist ein Club in den sicher 500-600 Leute reinpassen und die waren auch da (irgendwo las ich 300, aber das waren effektiv mehr!).
Um 20 Uhr ging es dann endlich los und die Menge war (wie immer) nicht zu bremsen. Der Sound allerdings war unterirdisch. Kein Vergleich zu Mannheim. Versumpft und gematscht – richtiger Räucherclubsound halt*. Passend und ich weiss ja, dass ein MPK-Konzert auch anders klingen kann.  Nichtsdestotrotz war es wieder ein Superkonzert von Michael Patrick Kelly, der das Publikum wie immer gut im Griff hatte und dem es Spass machte, auf den Hocker zu steigen und mit den Händen an die Deckenbalken zu kommen 😉 Wie immer kam der Dialog mit dem Publikum nicht zu kurz und es gab auch wieder die Schweigeminute – kolossales Erlebnis immer wieder, wenn sooooo viel Menschen gemeinsam schweigen. Bei Safe Hands hat er dem Publikum aufgzeigt, sich zusammenzustellen und die Hände hochzunehmen, um sich dann rückwärts in die Menge fallen zu lassen: Stagediving – wow, das erste Mal, dass ich das live erlebt habe! Wie muss das erst für den Künstler sein? Abenteuer. Vertrauen. Zum Konzertende kam er wieder ins Publikum und war dann ganz nah – mit meinem „Noch einmal die erste Strophe“ habe ich ihn zum Lachen und die andern zu Beifallsstürmen gebracht. *grins* Macht mir immer wieder Spass sowas. (Bei Minuten 1:43 etwa) https://www.youtube.com/watch?v=Gt6zv66Wsa8 Dann war es auch schon rum. Auch mit dem anschließenden Abdampfen, Runterkommen bis zum Rauskehren war diesmal nichts. Draußen Regen. Nun bin ich erkältet.
So viele Konzertausschnitte habe ich lange nicht bei YT gesehen, wie zu diesem Konzert. Verstehen kann ich das nicht wirklich. Das komplette Konzert mit der Handykamera zu verbringen. Gar nicht wirklich den Moment geniessen zu können. Es sieht für mich auch immer merkwürdig aus, wenn die Menschenmenge mit ausgestreckter hocherhobener Hand vor den Künstlern stehen. Respektlos. Zoomäßig. Aber auch ich versuche ja, das Erlebnis zu konservieren. Aber hinterher, nachdem ich Tage später immer noch mit Konzert-Songs einschlafe und die auch wieder beim Aufwachen im Kopf sind.
Das war das dritte Konzert, nach Mannheim und Wiesbaden und es wird nicht das letzte sein. Die Lieder. Der Mensch. Human und berührend.

 

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  1. AJ Croce, 30.8.2026, Colos-Saal, Aschaffenburg | Buntwasser

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