Gedanken

Es ist wie es ist! Gedanken über die Gegenwart, Zukunft. Es gibt ja Braunmaler, die schon Ghettozustände wie in wo-auch-immer sehen. Dabei ist es an uns, ob das auch wirklich so kommt. Ghettos werden gemacht. Nach all der im Jetzt zu bewältigten Erstüberforderung sind die vielen, oft jungen Menschen doch auch Chance für Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft.

Wie können die Zustände in den Herkunftsländern geändert werden, damit es dort nicht nur verbrannte Erde gibt? Ist es möglich, die Zustände Vorort zu ändern? Vielleicht indem alle Ihre Waffen wieder zurückkaufen? Indem alle nicht mehr billig billig in den armen Ländern produzieren? Indem den Menschen Perspektiven gegeben werden, statt den wenigen Reichen immer mehr Macht zu geben, das Volk dumm und in Armut zu halten?

Das war ein erster Entwurf am 26. August. Heute am 6. September ist die Menge der Menschen die auf der Flucht sind nicht gestiegen, aber noch sichtbarer geworden. und wenn die Politik nichs macht, dann tun die Menschen es selbst. Die Flüchtlinge sind weiter auf dem Weg zu einem sicheren Ort. Und die Menschen in den Ankunftsländern helfen. Die Menschen, nicht die Politik!

Gestern habe ich weinend vor den Nachrichten gesessen. Die Bilder aus den „Lagern“, dem Zug, der mit einem Bauzaun umstellt ist und Bahnhöfen sind bedrückend und erschreckend. Auch wenn alle dieses Wort Lager vermeiden und es heute Erstaufnahmeeinrichtungen sind. Die Zäune und Sicherheitskräfte sind Sinnbild für Wegsperren, separieren, und von uns fernhalten. Es darf keine Zäune geben, weder zum Einsperren noch zum Absichern.

Nur wir, die Menschen, können etwas ändern. An unserer Haltung. Es ist nicht akzeptabel, was in Ungarn passiert. Gesetze, die am Politikertisch gemacht und verhandelt werden, halten der Realität nicht Stand.

Gestern haben die Lieblingskollegin und ich drüber nachdegacht, dass die „besorgten Bürger“, von denen viele oft am unteren sozialen Level sind und die “ Reichen“, die oben angesiedelt sind, die gleichen Dinge wollen: nicht teilen. Und da ist es egal, ob nun arm oder reich. Armut nicht teilen, Reichtum nicht teilen. Die einen verteidigen alles mit Rechtanwälten, die anderen mit Hassrufen oder Brandanschlägen. Jeder mit seinen Mitteln. So fangen Kriege an oder Zeiten, in denen umgedacht werden muss.

Jahre schon denke ich, dass es irgendwann einen grossen Schlag tut und nichts mehr ist, wie vorher. Ich dachte eigentlich an wirtschaftliche Crashs. Dass das System dann zusammenbrechen könnte, weil so viele Menschen unterwegs sind, um lebenswerten Lebensraum zu finden, daran hatte ich nicht gedacht. Naivchen, ich, sag ich heute. Machen wir was draus! Was Gutes! Gewaltfrei und mit Menschlichkeit.

Foodsharing kann nun ganz anders umgesetzt werden als gedacht und Die Leere Tonne sollte selbstverständlich werden. Gibt es Zeichen von den Lebensmittelmärkten und der Industrie, Wirtschaft, eben den Unternehmen, sich zu bewegen und was zu tun??

Neue „Quartire“ (noch so ein neuer Begriff, den ich gruselig finde) sollen errichtetoder saniert werden. Wohnraum, der nun anders genutzt werden könnte. Wir Luxusmenschen brauchen nicht noch mehr, noch grösser, noch schöner.

So viele Menschen, die helfen – wo bleibt der Rest? Wo bewegt sich die Wirtschaft, die Politik, die alte Morla. Die Zeit ist vorbei, den Hals einzuziehen und die Augen zu verschliessen.

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