Wirres Gedankengut

Viel zu viele Geschichten gesehen, die sich mit Intoleranz, Unmenschlichkeit und Machtgehabe beschäftigen: Tannbach, das gelobte Land, Geschichtssendungen, die sich mit dem der fernenbis nahen Vergangenheit  auseinandersetzen. Und gestern noch dieser widerliche Anschlag.
Wieder waren es Brüder, wie in Boston.

Und ich frage mich, wann werden die Kinder gelernt haben, es nicht wie die Eltern zu machen und: Ist das überhaupt möglich? Können Menschen, die in Unfreiheit, mit Fanatismus, in Armut, mit Hunger und wenig Bildung groß werden, anders sein als die, die ihnen den Alltag vorleben? Und was kann ich tun, um ein Gegengewicht zu setzen?

Ich kann den Stift – sprich die Tastatur – nutzen, kann auf Demos gehen, kann im Alltag laut NEIN sagen zu allem, was mir unrecht erscheint. Auch ich bin ein Kind meiner Umwelt, meiner Ursprungsfamilie, die tolerent und weltoffen war/ist. Würde ich auch so empfinden, wenn ich in einem anderen Land geboren wäre? Sicher! Auch mit Kopftuch wäre ich eher eine Malala als ein Unterdrücker, wäre eher ein Ghandi als ein Militarist. Vielleicht würde ich schon längst nicht mehr leben, weil ich wegen meiner „sexuellen Orientierung“ nicht in die Norm passe, weil ich Widerworte gebe, weil ich nicht sein will wie alle anderen Ja-Sager. Auch wenn ich Ja sage, weil es im Moment einfacher ist, weil ich bequem bin, weil ich meine Ruhe haben möchte. Aber irgendwann ist Schluss mit der Bequemlichkeit, mit dem Zurücklehen. Irgendwann ist es Zeit, aufzustehen und Worte, und Stifte und Geist zu nutzen, um diesem Irrsein Steine in den Weg zu legen.

Auch wenn mein Aufstand hier im Blog, das kaum jemand liest, mir wie ein tropfen auf den heissen Stein scheint, wenn es sich anfühlt wie Nichts, so ist es doch das einzige was ich tun kann. Und mit mir werden es viele andere BloggerInnen, NetzwerkerInnen tun und damit ein Netz weben, das Zweiflern Halt gibt, das Ängstlichen Unterstützung ist, zu wissen:

Du bist nicht allein
Ich  bin nicht allein
Wir sind nicht allein

Diese Radikalisten, Fanatisten sollen wissen, dass ihre Art die Welt zu bewegen, nicht geduldet wird.

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Ein Kommentar

  1. Ja, genau. Ich danke dir, dass du und ich und viele Teil dieses Netzes sind.
    Ein Netz, das – so wünsche ich es mir – immer stärker wird und etwas bewirkt. Ja!

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