Jahresendzeithetze

Irgendwie fühle ich mich gehetzt von den letzten Tagen des Jahres. Das ist oft so, diesmal noch mehr. Steuerklärung, die zwar fertig ist, aber aufs abgeben warten ….  so spät wie möglich, die nächste, die ich fertigmachen muss, so früh wie möglich.

Jedes Wochenende verlockende Veranstaltungen und jedes Wochenende das Winter-Wetter-Ding über allem.

Ich höre kaum Radio, sehe kaum fern. Die Welt geht mir an die Nerven. Die Menschenmassen auch und mein Konsumverhalten. Ich kaufe dieses Jahr nichts mehr außer Lebensmitteln! Verordne mir meine Fastenzeit für Konsumgüter für den Dezember.  Aussteigen aus dem Karussell.

Nächste Woche schon wieder Kundentermin – Workshop diesmal, einen, den ich moderiere – uaahhhhhh – habe grade mal an zwei solcher Veranstaltungen teilgenommen und soll nun schon selber einen halten.  Mrs. G hält sich raus. Ganz was Neues. Also macht das das neue Dreamteam.  Ziel: Prozessoptimierung. Das Lieblingswort des Kunden. Kann er haben. Wir arbeiten nicht nur dran – seit Jahren – nein, wir können es auch aussprechen, schreiben und einen Workshop drüber halten.

Was, wenn ich es vergeige, was, wenn ich wieder zu Hochform auflaufe, ’ne dicke Lippe riskiere und Rampensau bin (bin ich das wirklich, wirklich ich?), staune selbst drüber. Wie schaffe ich es, mich nicht um Kopf und Kragen zu reden?

Schweigen vielleicht? Oder ein Pause vorm Antworten und weitersprechen. Nachdenken, vorm voreiligen Reagieren, Agieren … I hate it.  Mir hat das niemand beigebracht, habe es nicht gelernt, das gehörte nie zu meinen Aufgaben im Job. Kann keine Floskeln, keinen Smaltalk, keine Unverbindlichkeiten … kann nur meinen Job, den ich nach besten Wissen und Gewissen erledige.

Alt werden hat auch positive Seiten: Ich werde etwas gelassener, auch wenn sich das gerade nicht so anhört. Vor 15 Jahren hätte ich so eine Aufgabe schon im Vorfeld abgelehnt, weil ich sie mir nicht zugetraut hätte. Heute ist es Teil des Jobs – ohne das werde ich nicht durchkommen im neuen Umfeld. Kneifen gilt nicht.  Und wenn ich den Job nicht wechsle, muss ich da durch.

Was uns nicht umbringt, macht uns härter.

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Ein Kommentar

  1. Gabriela

     /  4. Dezember 2013

    Was uns herausfordert und angegangen wird, macht uns stärker! Du kannst das!!! ;o)

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