Frühgedanken

Wieder mal mittten in der Nacht wachgeworden. Nachdem ich vorgestern mit einem halbamputierten Traumbein aufgewacht bin, wollte ich es heute nicht nochmal mit wieder einschlafen probieren und auch das fertiglesen vom Gröner-Buch hat mich nicht wieder schläfrig gemacht. Will ich abnehmen? Will/Kann ich „besser“ werden, indem ich dünner werde?  So habe ich mich das noch nie gefragt.  Nein, es würde nur den Anschein erwecken. Bin schon so oft gescheitert, dass ich gar keinen neuen Versuch mehr starten muss 😉
Mein Ziel sollte es sein, glücklich zu werden/glücklich zu sein. Und verdammt: ja, wenn ich schon Essen als letztes Laster habe (Rauchen und Trinken habe ich ja bereits sein lassen), warum tue ich es dann mit schlechtem Gefühl? Weil auch das Essen Ersatz ist, Ersatz für nichtvorhandene Wärme, Liebe, Zuwendung.
Wenn ich also den Essen eine andere Bedeutung gebe, wird sich mein Gefühl dafür verändern? Essen als einen Teil des Alltages sehen, den ich mir selbst gestalte. Mal schnell, mal aufwändig, mal frisch, mal tiefgekühlt …. wenn nur die blöde Küchenarbeit nicht wäre. I hate it. Schon immer. Ob ich daran was ändern kann? Das erscheint mir noch schwieriger. Schon immer wollte ich gerne ne „Hausfrau“ an meiner Seite haben 😉 War immer ungücklich drüber, dass das anscheinend mein Part sein sollte.

—-

Bin gespannt, ob sich heute das Gefühl des „Amputiert-seins“ von den Noch-Kollegen, die nicht das Glück haben, in der richtigen Abteilung zu arbeiten, nochmal verstärkt. Gestern nachmittag schon war es irgendwie spürbar, dass wir nicht mehr dazugehören, vielleicht bin ich auch nur zu empfindlich …

Schon 6 h – schön, dann kann ich ja bald zur Arbeit fahren. Montag werde ich sicher NICHT vor 8.30 h ins Büro fahren, wer weiss ob meine „Karte“ Montag noch funktioniert, ob ich meinen Rechner problemlos hochfahren kann, wie das überhaupt fuktionieren wird. Anscheinend weiss das heute am Freitag noch keiner so richtig, deshalb muss ich heute noch so einiges „wegschaffen“, zu dem ich Montag früh wohl eher nicht kommen werde …

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2 Kommentare

  1. öhm, gehörst du denn auch zu denen, nicht nicht mehr in der richtigen abteilung arbeiten? oh, schock. oder zu denen, die es einfach noch nicht wissen?

    falls ja: vielleicht DIE chance für einen neuen anfang?


    zum essen: da hätte ich viel zu sagen. ich glaube, da gehts um selbstliebe. ersatzhandlungen hin oder her. auch zu ihnen: ja sagen (ich rede aus eigener erfahrung). es ist die selbstablehnung, die uns das leben zur hölle macht. und die falle, uns mit dem männlichen blick zu betrachten.

    danke für deine offenen zeilen!

    herzlich, soso

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  2. S(tef)unny

     /  29. September 2012

    Tja, was ist Glück? Zu denen zu gehören, die endlich das bequeme Leben, in dem sie sich eingetrichtet hatten, sich aber schon lange nicht mehr wirklich gut fühlten, zu verlassen oder zu denen, die „einfach weitermachen wie bisher“. Ist es nicht oft so, dass man seine Situation nicht ändert, weil alles vertraut ist und „aushaltbar“?
    Ich bleibe und gehöre ab Montag zu den vielen andern die im behördengleichen Betrieb wieder Hierachien einhalten muss, dort wo alles geregelt ist, wo gestern schon der Firmenstempel gebracht wurde und an der Technik geschaubt wurde, damit es am Montag gleich schulungstechnisch weitergehen kann …… wie schön war doch die kleine Agentur, in der wir uns selbst kümmern durften, selbst Kaffee, Milch und Kekse kaufen, Briefe frankieren und zum Briefkasten bringen und ganz unbürokratisch miteinander arbeiten konnten.

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