Dickes Ding

Ich lese gerade ein tröstliches und mutmachendes und augenöffnendes Buch. Die nudeldicke Deern von Anke Gröner.  Eine Ode an den Genuß, den Genuß des Lebens.

Sehr nachdenklich stimmt mich der Teil, bei dem es um das eigene Verurteilen anderer Menschen wegen ihres Äußeren geht. Das macht mich, mich schämen und schlecht fühlen und weckt den Wunsch, anders hinzusehen auf die Menschen, auf das Leben und vor allem eben auf das Essen.

Immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich mich frage, wer will Dich denn? So unförmig, wie Du (geworden) bist? Das passiert immer, wenn ich meine schwachen Momente habe und mich mal nach meinem MitmenschIn sehne, der/die nicht da ist. Wenn es darum geht, mich zu beschreiben. Das geht auch wieder vorbei. Wenn ich diese Ebene meines Seins wegschiebe, geht es mir gut, bin ich zufrieden, lebe in Frieden mit mir und meinem Körper.

Und dann gibt es wieder Tage wie diese, an denen mir die richtigen Kamotten aus dem Schrank entgegenspringen und ich mich richtig gut fühle 😉 und mir sage: Ich bin okay so !

Ein sehr komplexes Thema, das gar nicht in einen Blogbeitrag reinpasst, weil es so dick ist *rofl* manchmal brauche ich Anstöße von außen, um meine Sichtweise zu ändern. Es liegt an mir was ich mir davon zueigen mache, was mir guttut und was ich wegschiebe, weil es Schwachsinn ist oder einfach nur etwas, das irgendjemand für teuer Geld verkaufen will – wie Diäten, Spocht (um mit Frau…Mutti zu sprechen) oder Schlankmachklamotten.

Dabei fällt mir ein: mein erstes und einziges „Mieder“ habe ich zur Konfirmation getragen – mit 14 ! Da hatte ich auch meine erste Diät schon hinter mir. Total unnötig, wie ich heute weiss. Mit 24 hatte ich mich auf Kleidergröße 38 gehungert um bei der Hochzeit „schön“ zu sein. Dann kam die Schwangerschaft – das erste mal essen wie ich es wollte – muss ja hinterher eh wieder runter – hat aber nicht wirklich geklappt 😉 zwischen 42+44 hat sich das  eingependelt. Irgendwann ging es auch mal wieder runter (die Lie-hi-iebe, das einzige was zwischendurch mal wirklich als Diät funktioniert), tja und dann irgendwann ging es stetig nach oben und mit mir gings bergab 😉 Meine Verfassung hat sich wieder stabilisiert aber an meinem Gewicht, an meinem Umfang hat sich nichts geändert, außer dass ich mich in mir eingerichtet habe. Wenn ich es nicht ändern will/kann, arrangiere ich mich damit.

Da komme ich wieder von Hölzchen zum Stöckchen …

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3 Kommentare

  1. gemeinsamleben

     /  26. September 2012

    Stefunny, ich glaube, wir kommen auf die unmöglichsten Ideen, um uns vor denen zu schützen, die mit uns nur wegen, Macht, Geld, Charisma oder 60-90-60 zusammen sein möchten.

    Alles ist gut – so wie es ist 🙂

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  2. S(tef)unny

     /  27. September 2012

    Ja, und manchmal wird es noch besser oder ist gerade mal nicht so gut – aber das wird wieder. 😉

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  3. „außer dass ich mich in mir eingerichtet habe.“ klasse – danke für deinen mutigen artikel! und dem input von gemeinsamleben kann ich gar nix zufügen. toller gedanke!

    herzlich, soso

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