Bedrohte Arten

Gestern habe ich von 11.30 bis 14.30 Uhr geschlafen. Wohl dringend nötig. Davor ein bisschen Yoga und Wäsche gewaschen.  Schön, dass das Wetter endlich wird. Endlich ein Montag, an dem die gesammelte Energie vom WE nicht gleich wieder ausgepresst wird ….

Heute werde ich eine kurze Mail an die Kollegin schreiben, um zu signalisieren, dass sie mich anrufen kann, wenn es Unklarheiten gibt. Kollegialität signalisieren, auch wenn ich viel mehr nicht tun kann …

Der Grund der Krankmeldung ist ein F43.2G – Anpassungsstörung … okay, dass es keine Depression ist, habe ich gefühlt, worüber ich froh bin … aber es ist nicht weit weg davon. Grund wird sein, dass ich ja seit November (nach dem uneffektiven Unit-Gespräch) beschlossen  hatte, dass ich da nicht weiterarbeiten will. Einige Bewerbungen und wenige Berwebungsgespräche weiter muss ich nun festellten, dass ich anscheinend oft falsch geantwortet habe, ich zu alt und zu teuer bin. Anfang Mai hatte ich dann beschlossen mich mit dem Ist-Zustand abzufinden, mich zu arrangieren. Zeitgleich war die Kollegin krank, kam 3 Tage um anschließend 2 Wochen in Urlaub zu gehen.

Während ihres Urlaubes kam dann noch die Nachricht, dass ihre Kur bewilligt wurde und sie irgendwann (eher bald) nochmal für  Wochen ausfällt. Vielleicht war es das, was mir den Rest gab. Das Wissen bald mehr als 2 Wochen „durchhalten“ zu müssen.

Wenn „sie wenigstens“ den Spatz, den wir 3 Tage in der Hand haben, fangen würden, um einen richtige Halbtagskraft zu binden.  Denn eine neue, auf die Stelle zugeschnitte Kraft zu finden, ist schier unmöglich. Alle eierlegende Wollmilchsäue der Gegend sind doch schon in der Abteilung. Eine vom Aussterben bedrohte Menschenart.

Und dann noch die „Ausnahmezeit“ der Lieblingskollegin, die wir ja auch noch mittragen …

—–

Anscheinend sind die nicht ortsansässigen Transporter, die hier sonst immer zu Sperrmüllzeiten rumfahren des Ortes verwiesen worden – oder warum fahren sie nicht mehr ständig rum, wie noch (bereits ) am Sonntagabend? Kein Spass zu Sperrmüllzeiten durchs Ort zu fahren, weil die professionellen Sperrmüllsammler en masse die Straßen verstopfen.

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2 Kommentare

  1. liebe stefunny
    schon ganz lange wollte ich mal in aller ruhe durch dein blog spazieren. endlich endlich habe ich es getan. puh. da geht ja ganz viel stressiges ab bei dir. ich bewundere dich, dass du das alles so offen erzählen magst. ich finde mich grad in ganz vielem wieder. dieses an-den-grenzen-sein bei der arbeit (vor allem da, aber auch gesundheitlich) kenne ich ja gut. deine strategien klingen immer wieder nach ganz vielem balancieren zwischen mut und angst.
    ich bin sehr berührt von deinen prozessen und hoffe sehr, dass du bald wieder festeren boden unter den füssen hast.
    herzliche grüsse
    sofasophia (homebase)

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  2. S(tef)unny

     /  24. Mai 2012

    Danke, liebe SoSo. Mit dieser Offenheit kämpfe ich immer wieder. Aber es muss raus. Es will gelesen werden und beim Schreiben reflektiere ich Geschehenes. Viele Gedanken bleiben ungeschrieben aber nicht ungedacht und ein Artikel kann schon mal lange Denkpausen beinhalten. Mir wäre es viel lieber nicht ständig (mir mir) kämpfen zu müssen. Zwischenzeitlich dachte ich, meinen inneren Frieden gefunden zu haben, aber immer wieder sind es äußere Umstände, andere Menschen, die mich an meine Grenzen bringen … oder es ist meine Sicht der Dinge.

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